28. März 2012 · Kommentare deaktiviert für Männer in Kitas – weil unsere Kinder Erzieher brauchen. · Kategorien: Aktuelles, Veranstaltungen, Veranstaltungen

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am Freitag, den 6. April 2012

Der Wetteraukreis hatte in Kooperation mit dem XENOS-Projekt  Fachkräfte und interessierte Eltern aus Kindertagesstätten, Tagesbetreuung, Politik und Berufsschulen zu der Fachtagung in die Berufsschulen am Gradierwerk in Bad Nauheim eingeladen.

Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel freute sich, dass das Thema, in der Wetterau mehr Männer in Einrichtungen der Frühpädagogik zu beschäftigen, auf großes Interesse stößt. Es weist darauf hin, dass die Qualität der Erziehung, Bildung und Betreuung in unseren Einrichtungen im Fokus steht. Diesem wichtigen Beruf gebühre Anerkennung, die sich auch in der Bezahlung bemerkbar machen müsse.

Andreas Stolz, Leiter der Beruflichen Schulen am Gradierwerk in Bad Nauheim, konnte den zaghaften bundesweiten Trend des Interesses der Männer am Erzieherberuf mit leicht gestiegenen Zahlen in seinen Klassen bestätigen.

„Erzieherinnen und Erzieher haben eine große Zukunft mit kleinen Helden vor sich“, erläuterte Dr. Martin Nörber vom Hessischen Sozialministerium. Nach dem Realschulabschluss und einer qualifizierten Ausbildung biete der Beruf einen sicheren Arbeitsplatz.  Dass kaum ein anderer Beruf so interessante und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten vorhalte, betonte auch Patrick Wüst, stellvertretender Leiter einer Einrichtung. Er war mit seinem Trägervertreter, Bürgermeister Michael Göllner, angereist, um sich in einem sehr praxisnahen Workshop mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über veränderte Qualitätsanforderungen und Erwartungen junger Familien auszutauschen. Die Entscheidung, von seinen Fachkräften mehr Qualität in der pädagogischen Arbeit einzufordern und  sie mit Maßnahmen der Personalentwicklung zu fördern, trägt Früchte. Die Kommune kann sich über gestiegene Anfragen nach Kindertagesstättenplätzen erfreuen.

Anfang des Jahres wurde ein jahrelanger Streit zwischen Bildungsverantwortlichen, Arbeitgebervertretern und Gewerkschaftern beigelegt. Der Bund setzte ein überfälliges Achtungszeichen, was den Wert beruflicher Bildung betrifft. Nun hat in Deutschland jeder die Chance zum Aufstieg – über den akademischen Weg genauso wie über den Weg der beruflichen Bildung. Aaron Löwenbein, Koordinator des XENOS-Projekts, das sich u.a. um die Berufsorientierung junger Menschen kümmert,  sieht  damit für staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher Perspektiven für ein weiterführendes Hochschulstudium.

Das Thema „Männer in Kitas“ bleibt vor dem Hintergrund, dass Frauen und Männer im Berufsalltag trotz jahrelanger Bemühungen noch immer keine Gleichberechtigung erfahren für Romy Nickel vom Fachdienst Familienförderung emotional zwiespältig.

Warum sollten Frauen Männern die Türen für einen Beruf öffnen, in dem sie seit Jahrzehnten  dominieren? Warum sollten sie jetzt mit Männern um Führungspositionen in diesem Bereich konkurrieren, während die Karriereleiter in Männerdomänen recht schnell für Frauen beendet ist?, hinterfragte sie und lud zu interessanten Diskursen mit den Referenten ein, die von Frank Appel vom Diakonischen Werk Wetterau, mit fachlichem und sprachlichem Geschick moderiert wurden.

“Mann sein allein ist kein Qualitätsmerkmal“, stellte Dr. Tim Rohrmann von der Koordinationsstelle Männer in Kitas in seinem sehr lebendigen und informativen Vortrag heraus. Männer und Frauen müssen eine geschlechterbewusste Grundhaltung entwickeln und sich im Team mit geschlechterbezogenen Fragen auseinandersetzen. Darauf sind die in den letzten Jahren entstandenen Ansätze und Konzepte der Elementarpädagogik ausgerichtet. So wird z.B. im Rahmen der Erziehungspartnerschaft der Arbeit mit den Vätern, die sich heute in ihren Familien aktiv beteiligen, hohe Bedeutung beigemessen. Väterexperte und Dozent an der Fachhochschule Köln, Martin Verlinden, führte den jungen Männern in seinem Workshop Aspekte auf, die eine Atmosphäre von Aufbruch und Hoffnung nach sich zogen.

Am Ende des erfahrungsreichen Tages wurde vereinbart, Mitte Mai zum Arbeitskreis „Männer in Wetterauer Kindertagesstätten“ einzuladen, um sich im Netzwerk mit Menschen, wie Lehrerbildner Gerhard Adrian, der über den Erzieherberuf in XENOS-Schulen informiert und Wolfgang Englert, der in Frankfurt Männerarbeitskreise begleitet, als Erzieher professionell zu positionieren.

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